24.06.2021 21:59 Alter: 163 days
Kategorie: Berufliche Bildung

Ausbildungsmarkt spürbar von Corona-Pandemie betroffen


Der Ausbildungsmarkt ist weiterhin stark von den Einschränkungen durch die Pandemie-Maßnahmen geprägt, das belegen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Seit Beginn des Beratungsjahres 2020/21 ist die Zahl an gemeldeten Ausbildungsstellen und vor allem die der gemeldeten Bewerber*innen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals deutlich zurückgegangen. Von Oktober 2020 bis Mai 2021 wurden der BA insgesamt 450.900 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Das waren 14.800 weniger als im Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 367.000 Bewerber*innen für eine Ausbildungsstelle. Das waren 33.000 weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang ist dabei nicht mit einem rückläufigen Interesse von jungen Menschen an der Berufsausbildung gleichzusetzen. Auf der Bewerberseite muss davon ausgegangen werden, dass Meldungen zum Teil entfallen, weil die gewohnten Zugangswege zur Berufsberatung eingeschränkt sind und durch digitale Angebote nicht vollständig ersetzt werden können. Der Anteil von Bewerber*innen, die eine Berufsausbildung gefunden haben, fällt ebenfalls spürbar geringer aus als in den Vor-Corona-Jahren. Der aktuelle Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist sehr deutlich sichtbar in Ausbildungsberufen bei Unternehmen, die vom Lockdown besonders betroffen sind, wie Nicht-medizinische Gesundheitsberufe, Körperpflege (z. B. Friseure/-innen), Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufe oder Berufe in der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung wie z. B. Köche/Köchinnen. Weitere Informationen finden Sie im ausführlichen Monatsbericht.