31.05.2022 12:31 Alter: 26 days

Berufsbildungsbericht 2022 veröffentlicht - Auswirkungen der Corona-Pandemie sind deutlich spürbar


Mit dem Berufsbildungsbericht kommt das Bundesbildungsministerium seinem gesetzlichen Auftrag nach, die Entwicklung in der beruflichen Bildung kontinuierlich zu beobachten und der Bundesregierung jährlich zum 15. Mai Bericht zu erstatten. Das Ausbildungsgeschehen im Jahr 2021 stand das zweite Jahr in Folge unter den Einflüssen der Corona-Pandemie. Jugendliche und junge Erwachsene waren von Herausforderungen bei der Ausbildungsplatzsuche und eingeschränkten Möglichkeiten zur Berufsorientierung betroffen. Der Anteil an jungen Erwachsenen zwischen 20 und 34 ohne abgeschlossene Berufsausbildung ist weiter gestiegen und liegt bei 15,5 Prozent. Laut aktuellem Bericht haben im letzten Jahr 677.500 junge Menschen eine Ausbildung begonnen, in den Übergangsbereich sind 228.000 Anfänger*innen gewechselt. Dies sind 6.500 Personen weniger als im Vorjahr (-2,8 %). Das Angebot an Ausbildungsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit ist mit 536.200 gemeldeten Ausbildungsstellen um 42.200 im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 geschrumpft. Gleichzeitig ist auch die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden um 78.200 zurückgegangen. Von den 433.500 Bewerber*innen, die sich bei der Bundesagentur für Arbeit 2021 ausbildungssuchend meldeten, hat etwa nur jede*r Zweite (46 Prozent) eine Ausbildung begonnen. Zum Ende des Beratungsjahres 2021 waren noch 111.000 Bewerber*innen auf Ausbildungsplatzsuche, davon fanden nur 43.200 eine Alternative. 67.800 junge Menschen blieben gänzlich unversorgt. Häufig ist gar nicht bekannt, wo diese jungen Menschen verblieben sind, wodurch ein hohes Risiko besteht, dass sie ohne Berufsabschluss bleiben. Im Jahr 2020 verfügten nach den Daten des Mikrozensus 15,5 % der jungen Menschen zwischen 20 und 34 Jahren in Deutschland über keinen Berufsabschluss und somit über schlechtere Voraussetzungen für eine dauerhafte Beteiligung am Erwerbsleben. Der vollständige Berufsbildungsbericht 2022 wird auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Verfügung gestellt.